Freiburger Stadtkurier, 29.10.2009
Freiburg als Untersuchungsobjekt
Inwieweit müssen Klima-Aspekte bei der Stadtplanung eine Rolle spielen?
Hitzewellen, wie wir sie 2003 und 2006 in Freiburg erlebten, könnten unser Leben in Zukunft häufiger beeinträchtigen. Verschiedene Studien zum Klimawandel lassen überdies vermuten, dass sie noch intensiver auftreten und länger anhalten werden. Vor allem den Menschen in den dicht bebauten Städten dürfte dies zu schaffen machen. Nachts schlecht schlafen, tagsüber antriebsarm und insgesamt krankheitsanfälliger sein - ein Szenario, das deutschlandweit Sorgen bereitet. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat daher Wissenschaftler beauftragt, herauszufinden, inwiefern diese Auswirkungen durch stadtplanerische Maßnahmen abgemildert werden können. weiter
Freiburger Stadtkurier, 23.7.2009
Einkauf für die Umwelt
Carrotmob: Eine neue Protestkultur mit Spaßfaktor erreicht Freiburg
„Für Geld machen Firmen alles“, meint Sebastian Backhaus. Eine Erkenntnis, die man sich zunutze machen kann, wie der junge Marketingberater findet. Die Zerstörung der Natur zu stoppen, ist sein Ziel. Umweltsünder zu boykottieren, ist ein passives und nicht immer probates Mittel. Ein Blick in die USA zeigt aber, dass sich das Prinzip auch umdrehen lässt: Ist der Anreiz groß genug, sind Unternehmen bereit, sich positiv und nachhaltig zu verändern. Etwa so, wie der Esel einer Karotte (engl. carrot) folgt, und zwar in die Richtung, die man ihm vorgibt. weiter
Freiburger Stadtkurier, 7.5.2009
Armut ist ganz nahe
Die vierjährige Alisa (Name geändert) kommt gerne in den Kindergarten in der Krozinger Strasse in Weingarten. Hier hat sie viel Platz zum Spielen und ist mit ihren Freundinnen zusammen. Das geht den meisten Kindern so. Zu Hause sehen die Welten aber zuweilen ganz unterschiedlich aus. weiter
Freiburger Stadtkurier, 26.3.2009
Kleinster Strampler zu groß
Eine Mutter berichtet über das Leben mit einem Frühgeborenen
„Mama!“ ruft die fast drei Jahre alte Leonie, während die Mutter telefoniert, „ich brauche einen Eimer!“ Jede Mutter kennt diese Situation, jedes Kind fordert Aufmerksamkeit. Und doch ist es bei diesem munteren Mädchen mit den blonden Zöpfen etwas Besonderes. weiter
Freiburger Stadtkurier, 19.2.2009
Schnell mit dem Auto weg
Was ist eigentlich bei einem Unfall im benachbarten AKW Fessenheim zu tun?
Das Regieurungspräsidium Freiburg hat die Broschüre „Notfallschutz - Ein Ratgeber für die Bevölkerung“ mit Informationen über Schutzmaßnahmen im Falle eines Unfalls im Atomkraftwerk (AKW) Fessenheim überarbeitet und neu aufgelegt. Die Broschüre wird nicht an die Haushalte verteilt, ist aber auf Anfrage und im Internet erhältlich. Das AKW Fessenheim ist vor über 30 Jahren in Betrieb gegangen. Eine Laufzeitverlängerung wird gerade diskutiert. In der Kritik steht das älteste französische AKW vor allem aufgrund der immer wieder auftretenden Störfälle und seiner Lage im erdbebengefährdeten Rheingraben. weiter
Freiburger Stadtkurier, 22.1.2009
Krank werden verboten
Mit Kind, ohne Krankenversicherung: Freiberuflern droht der Absturz
Monika Schreiber (Name geändert) hat Angst davor, krank zu werden oder einen Unfall zu erleiden. Denn das könnte sich die freiberufliche Ernährungsberaterin nicht leisten. Wenn sie die Grippe oder eine Angina bekäme, würde sie nicht zum Arzt gehen, denn sie weiß, dass so eine Behandlung schnell hundert Euro kosten kann. Wo die meisten Menschen eine Chipkarte mit aufgedruckter Krankenversicherungsnummer zücken, muss Monika passen. weiter
Freiburger Stadtkurier, 6.11.2008
Im Notfall handeln - nicht fragen
Unter Freiburger Ärzten ist die neue Gesundheitskarte umstritten
Im nächsten Jahr soll sie für alle verpflichtend kommen: die elektronische Gesundheitskarte (eGK). Manche Krankenversicherungen fordern ihre Mitglieder jetzt schon auf, ein Foto dafür einzusenden. Die Einführung der eGK, ursprünglich für 2006 geplant und mehrmals verschoben, ist die größte Aktion dieser Art in Europa. Die Kosten werden in einer Studie auf 7 Milliarden Euro geschätzt. 80 Millionen Versicherte, 21000 Apotheken, 123000 Ärzte, 65000 Zahnärzte, 2200 Krankenhäuser, rund 300 Krankenkassen und private Krankenversicherungen sollen miteinander vernetzt werden. weiter
Freiburger Stadtkurier 11.9.2008
Bedrohliche Überlebenskünstler
Ratten könnten in kurzer Zeit die Stadt bevölkern - Freiburg steuert gegen
In China stehen sie für Schläue, Mut und Unternehmergeist. Sie sind äußerst anpassungsfähig und fruchtbar, überleben Stürze aus zehn Meter Höhe und kommen länger ohne Trinkwasser aus als Kamele. Hierzulande haben sie einen eher schlechten Ruf: Ratten. Zwar bessert sich ihr Image, seitdem sie vermehrt gezähmt und als Haustiere gehalten werden. Furcht und Ekel vor der hier meist wild anzutreffenden Wanderratte bleiben aber bestehen und sind durchaus begründet. weiter
Freiburger Stadtkurier, 28.8.2008
Sie müssen leider drinnen bleiben
Der kleine Tim leidet bei hohen Ozon-Werten - Vorwürfe gegen die Stadt
Ferien, Sonne - nichts wie raus! Für viele Kinder ist dieser Tage schwimmen, Ball spielen, und Rad fahren angesagt. Tim kann dabei nicht immer mitmachen, obwohl er das gerne möchte. Er gehört zu den 10-15% der Kinder und Jugendlichen, von denen Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzen, dass sie sensibel auf Ozon reagieren. weiter
Freiburger Stadtkurier, 26.6.2008
Wohin fließen die Müll-Gewinne?
Verhandlung wegen des Gebühren-Widerspruchs vieler Freiburger
Diese Frage musste vor wenigen Tagen das Verwaltungsgericht erörtern. Mehr als ein Dutzend Kläger hatten Widerspruch gegen ihren Abfallgebührenbescheid eingelegt (der Stadtkurier berichtete). Sie argumentierten u. a. mit dem Vorwurf, die zu Grunde gelegte Kostenrechnung sei fehlerhaft, da auch auch aufgabenfremde Kosten eingestellt worden seien. weiter
Freiburger Stadtkurier, 5.6.2008
Widerstand gegen Griff in den Geldbeutel
Freiburger klagen wegen Müllgebühren gegen die Stadt - Verhandlung am 20. Juni
„Ihre Abfallgebühren werden ausschließlich zur Deckung der Kosten verwendet, die für das Einsammeln, Sortieren, Verwerten und Entsorgen der Freiburger Abfälle entstehen“ erklärte Bürgermeisterin Gerda Stuchlik, als sie die Gebührenordnung für den Zeitraum von 2005-2008 vorstellte. Eine Erhöhung um satte 57% rechtfertigte sie hauptsächlich mit der neuen Gesetzeslage, die die Verbrennung des Restmülls in der TREA-Breisgau vorschreibt. Freiburger Bürger zahlen derzeit 193€/t für die Entsorgung ihres Restmülls. Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald wird bei ähnlichem Aufwand für nur 141€/t entsorgt. weiter
Freiburger Stadtkurier, 15.5.2008
Stirbt die Biene - stirbt der Mensch
Todeszone Rheinebene: Gift? Virus? Elektrosmog?
„Wenn die Bienen einmal von der Erde verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben“, sagte Albert Einstein. Tatsächlich basiert ein Drittel unserer Nahrung auf Pflanzen, die von Bienen bestäubt werden. Daher schlug die Meldung vom Bienensterben in den USA letztes Jahr grosse Wellen. Dort waren 1/4 aller Bienen verschwunden, Tendenz anhaltend. „Die Wissenschaft steht vor einem Rätsel und die Umwelt vor einer möglichen Katastrophe“, titelte Der Standard/Wien. Jetzt melden auch die badischen Imker überdurchschnittlich hohe Bienenverluste. weiter
Freiburger Stadtkurier, 17.4.2008
Nicht nur die Krankheit als Problem
Masern: Freiburger Eltern sind verunsichert - Arzt behandelt Erkrankung naturheilkundlich
In Süddeutschland gehen die Masern um. Die Krankheit ist gefürchtet, da insbesondere bei älteren Kindern in seltenen Fällen Komplikationen auftreten können, teilweise mit bleibenden Schädigungen (etwa Lungen- und Gehirnentzündung). weiter
Freiburger Stadtkurier, 7.2.2008
Letzter im Ländle
Freiburg übernimmt die Rote Laterne bei der Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg
Baden-Württemberg ist Spitzenreiter: Mit 4,6% hat das Ländle mal wieder die niedrigste Arbeitslosenquote in ganz Deutschland. Die Stadt Freiburg ist auch Spitzenreiter: Mit 7,9% ist hier die Arbeitslosigkeit im Baden-Württemberg-Ranking am höchsten. Damit hat die Stadt erstmals das Schlusslicht Mannheim auf dem letzten Platz abgelöst. weiter
Freiburger Stadtkurier, 31.1.2008
Sportvereine am Limit
Ehrenamtlichen geht die Puste aus: Was wird mit den Jugendlichen?
Mediziner raten zu regelmäßigem Sporttreiben, da das die Gesundheit stärke. Erzieher sagen, Sport tut gut, weil man sich dabei in Disziplin und Geschicklichkeit üben kann. Und Bewegung im Team fördere außerdem das Sozialverhalten. Freiburg mit seinen über 200 Sportvereinen rühmt sich gerne als bewegte Stadt. In vielen der Vereine sind über die Hälfte der Mitglieder Kinder und Jugendliche, die in der Halle oder auf dem Sportplatz einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung nachgehen. Doch wie lange noch? weiter